Dienstag, 25. April 2017

Mein Gästebuch


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich habe jetzt dieses Gästebuch in mein Gedankenbuch eingebunden und freue mich auf Eure Anregungen, Eure Kritik und Eure Gedankenanstöße in den Kommentaren.

Ich freue mich über jeden Eintrag und sage
an dieser Stelle danke schön dafür
Gerhard

Montag, 24. April 2017

Warum Blog-Kommentare so wichtig sind


Wir alle unterhalten uns tagtäglich - sei es privat, beruflich, in der Freizeit, im öffentlichen Raum - und betrachten unsere Unterhaltungen zu Recht als ganz selbstverständlich. Der sprachliche Austausch ist eine unabdingbare Grundlage für ein gelungenes, friedliches und konstruktives Zusammenleben. Und unsere Sprache ist äußerst vielfältig: Blindensprache, Körpersprache, Gestik, Mimik, das gesprochene Wort, das geschriebene Wort.

Das geschriebene Wort versuche ich in meinem Gedankenbuch lebendig, schöpferisch und so klar wie möglich auszudrücken. Das will ich auch mit der Unterzeile meines Gedankenbuches "Meine Gedanken zu den verschiedensten Themen des Lebens - zum Lesen, zum Nachdenken, zum Anregen und sehr gerne auch zum Kommentieren" zum Ausdruck bringen. Und es ist zugleich eine Bitte an meine Leserinnen und Leser, meine Einträge zu kommentieren, zu hinterfragen, zu ergänzen, ihre eigenen Erfahrungen einzubringen.

Ich schreibe und pflege mein Gedankenbuch nicht nur seit unmehr zehn Jahren für mich alleine, sondern ich wünsche mir auch Eure Rückmeldungen. Hannes Wader singt in einem seiner Lieder "Und soll mein Denken zu etwas taugen und sich nicht nur im Kreise drehn, will ich versuchen, mit Euren Augen die Wirklichkeit klarer zu sehn." In diesem Sinne wünsche ich mir Eure Kommentare. Vielleicht können wir uns in diesem Sinne gegenseitig dazu anregen, die "Wirklichkeit klarer" zu sehen. Es gibt nicht die Wirklichkeit, die für jeden verbindlich ist, sondern ich meine hier die persönliche Wirklichkeit eines Jeden von uns.


Mittwoch, 29. März 2017

Warum ich mittlerweile ein Haushaltsbuch führe


Jahrelang habe ich mich geweigert, ein Haushaltsbuch zu führen, weil ich der festen Überzeugung war, dass ich mit einem Haushaltsbuch auch nicht mehr Geld zur Verfügung hätte. Das ist zwar richtig, aber leider nur die halbe Wahrheit. Also habe ich mich dazu überreden lassen, auch ein Haushaltsbuch zu führen - nach dem Motto "Kann ja nicht schaden".

Anfangs habe ich es aus Überredung geführt und mittlerweile aus Überzeugung: Zwar habe ich keinen Cent mehr zur Verfügung als vorher. Aber ich weiß jetzt, wofür ich mein Geld ausgebe. Oder genauer formuliert: wofür ich mein Geld bewusst und planmäßig ausgebe. Und den Unterschied spüre ich sehr nachdrücklich, weil ich seitdem schuldenfrei bin und davon überzeugt, dass ich es auch bleiben werde.

Ein ganz dickes Dankeschön dafür geht auf diesem Weg an meine Freundin, die einige Überzeugungsarbeit investieren musste und mir das Haushaltsbuch eingerichtet hat.

Mittwoch, 22. März 2017

Eine Million Rentner ohne Rentenerhöhung


Zum 01. Juli werden die Renten um 1,9% erhöht. Darunter gibt es über eine Million Rentner, die auf Grund ihrer Armut auf ergänzende Grundsicherung angewiesen sind. Auch diese Rentner kommen in den Genuss der Erhöhung - allerdings mit einem sehr bitteren Beigeschmack: Diese Erhöhung wird ihnen in voller Höher von der Grundsicherung abgezogen.

Sofern die Betroffenen nicht das Glück eines Nebenjobs haben, wird ihnen die Höhe ihrer Gesamteinkünfte für Jahre auf demselben Stand eingefroren. Von dem zusätzlichen Verlust der Geldentwertung in dieser Zeit gar nicht zu reden.

Davon wird in den Medien so gut wie gar nicht berichtet. Und die Gewerkschaften haben das auch nicht auf ihrem Radar. Ich habe zwar auch schon im vorletzten Jahr über dieses Thema geschrieben, finde aber sehr wichtig, dass dieses Thema nicht in Vergessenheit gerät.

Montag, 13. Februar 2017

Abschied vom Kämpfen


Es gibt einen Spruch, der sagt "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt". Sehr viele Jahre war auch ich ein Vertreter dieses Spruchs. Doch mittlerweile muss ich mir mehr und mehr eingestehen, dass dieser Spruch sich auch ins Gegenteil verkehren kann. Dann nämlich, wenn man vor lauter Kämpfen das übrige Leben vergisst und Gefahr läuft, langsam und sicher in einen beständigen Kampf-Modus zu verfallen, ohne das zu merken.

Möglicherweise ist es für mich noch nicht zu spät für den Abschied von diesem Kampf-Modus, der mehr zerstört als aufbaut. Doch es gibt auch Situationen, in denen man kämpfen = sich wehren muss. In diesen Situationen ist es wichtig zu erspüren, wann ein Rückzug sinnvoll ist, um sich nicht letztlich selbst fertig zu machen. Hierbei denke ich in erster Linie an berufliche Situationen, lasse aber die privaten zwischenmenschlichen Situationen nicht außen vor - in beiden Situationen stecken viele Zerstörungs- und auch viele Aufbaumöglichkeiten. Meine Mutter sprach oft davon, auch mal "eine Faust in der Tasche zu machen" - war wohl doch einer ihrer besseren Vorschläge 👍.

Diese Faust in der Tasche fehlt mir ebenso wie die Offenheit für Kritik. Leider reagiere ich zu oft mimosenhaft, wenn nahe stehende Menschen bzw. Freunde mich konstruktiv hinterfragen. Mit diesem Verhalten verharre ich zu lange im Stillstand und fordere unausgesprochen sehr viel von diesen Menschen. Das zu wissen ist das Eine - es zu leben oft schwierig, weil das Herausfinden aus lange gelebtem Verhalten nicht gerade einfach ist.

Kennt Ihr ähnliche Verhaltensweisen? Wie geht Ihr damit um?

Donnerstag, 12. Januar 2017

Lesekreis und Rätselrunde


Seit fast einem Jahr arbeite ich ehrenamtlich in einem Solinger Altenheim und veranstalte dort einmal wöchentlich einen Lesekreis und einmal wöchentlich eine Rätselrunde. Ich bin ziemlich schnell in diese Tätigkeiten hinein gewachsen, weil ich offen auf die Oldies (mittlerweile nenne ich sie liebevoll meine Oldies) und das Team zugegangen bin und Oldies und Team ebenso offen auf mich. Fast von Anfang an kann ich sehr selbständig und eigenverantwortlich arbeiten, was mich freut und stolz macht. Vom Team bekomme ich jede nur mögliche Unterstützung.

Bei meinen Oldies hat sich ein fester Stamm heraus gebildet, der sich immer wieder auf mich freut und aktiv und engagiert den Lesekreis und ebenso die Rätselrunde mit gestaltet. Vor allem die Geschichten über die Nachkriegszeit wecken immer wieder viele Erinnerungen. Es war eine Zeit, die den Menschen jener Zeit sehr viel Kreativität abverlangte. Auch das Vertrauen zwischen den Menschen war damals noch verhältnismäßig stark ausgebildet. Und wenn mir am Schluss sowohl von Lesekreis wie auch von Rätselrunde gedankt wird - oft mit Beifall - so geht mir das runter wie Butter.

Was ich in meinem seinerzeitigen Artikel geschrieben habe, hat sich auf der ganzen Linie bestätigt. Es zeichnet sich ab, dass ich möglicherweise ein weiteres Tätigkeitsfeld übernehmen werde.

Ein störendes Element möchte ich an dieser Stelle dennoch erwähnen: Es stört mich von Anfang an, dass Literatur für diese Altersgruppe grundsätzlich unter Demenz zu finden ist. Sachlich betrachtet kann ich das nicht nachvollziehen und moralisch ist es für mich grenzwertig. Aber das wird mich nicht hindern, meine Oldies auch weiterhin als erfahrene und lebenskluge Menschen zu behandeln. Und genau so empfinde ich sie auch.

Dienstag, 10. Januar 2017

Zurück zu Blogger


Vor knapp vier Monaten war ich mit meinem "Gedankenbuch" zu wordpress.com umgezogen. Leider musste ich zwischenzeitlich feststellen, dass wordpress.com einige technische Einschränkungen hat, die mich veranlassen, wieder zu meinem Ursprungsblog hier bei Blogger zurück zu kehren.

Ihr erreicht mich also ab sofort wieder unter meiner alten Blogadresse https://tanzfreude.blogspot.com/.

Meine wordpress-Artikel bleiben auf gerhall.wordpress.com erhalten und sind dort nachzulesen.

Meine Rückkehr zu Blogger habe ich damit verbunden, meine Seitenleiste etwas aufzuräumen.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr "Gerhards Gedankenbuch" auch weiterhin treu bleiben würdet.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Mein "Gedankenbuch" zieht nach Wordpress.com um
Bitte ändert Eure Lesezeichen entsprechend


Nach neun Jahren auf Blogger verabschiede ich mich von diesem Dienst und ziehe mit meinem Blog nach Wordpress.com um.

Mit diesem Schritt ändere ich ausschließlich die Oberfläche meines Blogs. Auf meine Inhalte hat das keinen Einfluss. Auf Wordpress.com sind in der Seitenleiste nicht so viele Funktionen möglich wie auf Blogger, aber ich denke, die jetzt fehlenden Funktionen werden von nur Wenigen vermisst - zumindest gilt das so für mich.

Alle Beiträge und Kommentare ziehen mit um und der alte Blog bleibt erhalten.

Mehr zu meinem "neuen" Blog teile ich Euch dort in meinem Willkommenseintrag mit. Ihr findet mein Gedankenbuch jetzt unter der Adresse

https://gerhall.wordpress.com/

Ich freue mich über jeden von Euch, der mir auch weiterhin folgt.

Freitag, 23. September 2016

Die Friedlichkeit zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion


Auf dem Weltkongress der Vereinigung der Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW) im Sommer 1986 in Köln hielt John Kenneth Galbraith einen Vortrag über die Macht des militärisch-industriellen Komplexes und die Notwendigkeit der Rüstungskontrolle. Nach diesem Vortrag hatte der Publizist und Lehrbeauftragte an der Universität zu Köln, Werner Rügemer, die Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit John Kenneth Galbraith. 

Zum Verhältnis der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion sagte Galbraith u.a.:
"Die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion haben nun seit fast über siebzig Jahre, seit der russischen Revolution, friedlich, wenn auch nicht immer freundschaftlich, zusammengelebt. Wir können daraus schließen, dass Kapitalismus und Sozialismus koexistieren können. Aber sie können und werden nicht koexistieren, wenn sie auf militärische Überlegenheit zielen und auf die gegenseitige Dynamik, die jetzt die Beziehungen beherrscht. Und in der nuklearen Kollision, die auf dieser Grundlage sicher kommen würde - beabsichtigt oder unbeabsichtigt -, würde weder der Kapitalismus noch der Sozialismus überleben. Niemand, auch nicht der talentierteste Ideologe, wäre imstande, die Asche des Kapitalismus von der Asche des Sozialismus zu unterscheiden."
(Quelle: Werner Rügemer "Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet" PapyRossa Verlags GmbH & Co. KG, Köln 2016, Seite 73. Die Hervorhebung ist vom Blogautor.)

Heute - 30 Jahre nach diesem Gespräch - hat diese Aussage von John Kenneth Galbraith nichts von Ihrer Aussagekraft verloren.

Mittwoch, 21. September 2016

Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet


Das ist der Titel des aktuellen Buches von Werner Rügemer, Dr. phil., *1941, Publizist, Lehrbeauftragter der Universität zu Köln und Autor viel beachteter Bücher. In dieser Neuerscheinung versammelt er Veröffentlichungen aus drei Jahrzehnten. Es sind nicht nur die "großen Fragen", die er hier zusammenstellt, sondern auf "kleine" Fragen, die sich in Städten, Kirchen, Unternehmen, Finanzoasen, Straßen, Gerichtssälen, Verwaltungen, im Kunst-, Musik- und Literaturbetrieben abspielen.
(Werner Rügemer "Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet", 2016 PapyRossa Verlags GmbH & Co. KG, Köln)

So schreibt Werner Rügemer in seinem Vorwort u.a.:
"So manche meiner WeggefährtInnen und ZeitgenossInnen leben nicht mehr. Ihre und meine Erfahrungen und Erkenntnisse sind gelebtes Leben. Es hat seinen Wert in sich. Und sie sind nicht nur eine Vorgeschichte der Gegenwart - und sie sind gar nicht so neu, wie viele glauben. Und sie sind auch Vorschein einer möglichen Zukunft. Deshalb hoffe ich, dass das Gedächtnis für geschehenes Unrecht bewahrt und zugleich aufgefrischt wird, auch um die wunden Punkte einer Herrschaft zu erkennen, der die Zukunft des einsichtigen und sich befreienden Teils der Gesellschaft nicht überlassen werden darf. Lasst uns mit der Wahrheit ankämpfen gegen den machtgestützten Relativismus. Lasst uns rühren an den Schlaf der äußerlich aufgeregten, ja mancherorts unterhaltsamen transatlantischen Welt, damit die Potentiale der assoziierten Freiheit, der durchgreifenden Demokratie und des inneren und äußeren Friedens sich entfalten."

Eine lesenswerte Chronik der letzten dreißig Jahre (nicht nur) in unserem eigenen Land. Wie hoch brisant die Veröffentlichungen von Werner Rügemer sind, zeigt sich schon allein darin, dass er wegen einiger seiner Veröffentlichungen mehr als drei Dutzend Gerichtsverfahren hat durchstehen müssen.