Montag, 9. November 2015

Eine ganz neue Erfahrung


Als mich ein guter Bekannter letzte Woche fragte, ob ich seine fast 90jährige betreuungs- und pflegebedürftige Mutter zwei Tage alleine betreuen könne, blieb mir erst einmal die Luft weg, weil ich eine solche Tätigkeit noch nie gemacht habe. Zuerst habe ich gezögert, weil ich nicht wusste, was bei einer solchen Aufgabe so alles zu tun ist und ob ich auf der zwischenmenschlichen Ebene mit seiner Mutter klar kommen würde. Nachdem er mir versichert hatte, dass er mich aus der Ferne per WhatsApp unterstützen und seine Schwester das vor Ort machen würde, habe ich tief durch geatmet und zugestimmt. Ich war ganz schön nervös. Und ich bin sehr zufrieden, dass ich zugestimmt habe!

Sehr schnell konnte ich feststellen, dass die Kommunikation mit seiner Mutter reibungslos über die Bühne lief. Seine Mutter ist auf einen Rollstuhl angewiesen und benötigt Hilfe im Haushalt und in der Pflege. Die körperliche Pflege, die seine Mutter nicht mehr alleine machen kann, hat dankenswerter weise seine Schwester übernommen - damit wäre ich überfordert gewesen. Alle anderen Dinge, die in einem Haushalt so anfallen, habe ich im ständigen Kontakt mit seiner Mutter, ihm und seiner Schwester übernommen. Auf Grund einiger "Überraschungen" stand ich zwar so ziemlich dauerhaft unter Druck, aber es war ein befriedigender Druck - zumal alle Beteiligten mit mir zufrieden waren (sogar ich selbst).

Und ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich stolz auf mich bin, mich auf diese gänzlich neue Aufgabe eingelassen zu haben. Die Zufriedenheit aller Beteiligten mit mir geht mir runter wie flüssige Butter.

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